5 Fragen an Lukas Komba

Bitte stell dich vor. Wer bist du und was ist dein Job?


Mein Name ist Lukas Komba. Ich bin katholischer Priester in der Diözese Mbinga in Tansania. Die meisten Menschen, für die ich zuständig bin, sind Bäuerinnen und Bauern. Ein Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf kleinen Projekten, die für sie zusätzliches Einkommen generieren. Außerdem bin ich Rektor des Diocesan Vocational Training Centre St Josef. Dort können junge Männer und Frauen eine Berufsausbildung in den Bereichen Automechanik, Elektrik und Klempnerei machen.


Was machst du speziell für den WÜPAKA?


Ich bin seit 2012 für den WÜPAKA tätig. Meine Hauptaufgabe ist die Betreuung der Projektpartnerschaft zwischen dem WÜPAKA und der Kaffeekooperative Mahenge Amcos. Zum einen organisiere ich den Schriftverkehr und die Kommunikation zwischen beiden Parteien, zum anderen unterstütze ich Mahenge Amcos beim jährlichen Fairtrade Audit von FLOCERT und beim Prozess der Bio-Zertifizierung. Außerdem überwache ich die vom WÜPAKA unterstützten Projekte in der Region und die Rechnungsstellung bezüglich der Krankenversicherung der Kaffeebauernfamilien beim Litembo Krankenhaus, die der WÜPAKA ins Leben gerufen hat.


Welche besonderen Herausforderungen gibt es in Tansania beim Kaffeeanbau?


Das größte Problem ist, dass im konventionellen Kaffeehandel zu wenig gezahlt wird, um überhaupt die Kosten des Anbaus zu decken.
Der WÜPAKA wirkt dem entgegen, indem er den Kaffeeproduzent:innen von Mahenge Amcos einen guten und fairen Preis zahlt, eine zusätzliche Prämie für Sozialprojekte der Kooperative dazu gibt und weitere finanzielle Unterstützung für die Gemeinschaft leistet.


Ein weiteres Problem ist, dass Pestizide und Düngemittel sehr teuer sind. Deshalb hilft der WÜPAKA den Farmer:innen dabei, auf ökologischen Anbau umzusteigen.


Zudem ist der lokale Kaffeemarkt sehr eingeschränkt. Überraschenderweise trinken die meisten Kaffeefarmer:innen Tee. Diese Tradition stammt noch aus der englischen Kolonialzeit. Erst allmählich entsteht in Tansania eine Kaffeekultur.


Was wünschst du dir für die Zukunft des WÜPAKA?


Ich wünsche mir, dass die Geschäftsbeziehung zu Mahenge Amcos weiterbesteht und dass der WÜPAKA in Deutschland wächst und weitere Kund:innen gewinnen kann, die mit ihrem Kaffeekonsum Leben verändern möchten. Dadurch könnte der WÜPAKA noch mehr Kaffee aus der Region importieren.


Wie trinkst du deinen Kaffee am liebsten?


Ich bin eigentlich auch Tee-Trinker, aber ich fange an, öfter Kaffee zu trinken. Am liebsten mag ich einen mittleren Röstgrad, pur ohne Zucker und Milch.

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