Früherkennung von COVID-19 und Tuberkulose

Das DAHW, der Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V., gilt als Experte im Kampf gegen armutsbedingte und vernachlässigte Krankheiten und kümmert sich weltweit um besonders vulnerable Menschen, die von Krankheit, Behinderung, Ausgrenzung und Armut betroffen oder bedroht sind und ist langjähriges Mitglied in unserem Verein.

Tansania eines der am stärksten von Tuberkulose betroffenen Länder der Welt.

20% der landesweiten Fälle wurden 2018 aus der Großstadt Dar es Salaam gemeldet. Dar es Salaam gehört zu den am schnellsten wachsenden Städten der Welt; durch die starke Zuwanderung aus ländlichen Gebieten und den oftmals beengten Wohnverhältnissen in Slums kann sich das Tuberkulose Bakterium schnell verbreiten. Über 60% der Krankheitsfälle werden nicht erkannt – viele Menschen erkranken oder sterben an Tuberkulose ohne zu wissen, dass sie sich damit infiziert hatten.

Tuberkulose schädigt die Atemwege, weshalb Tuberkulosepatient:innen ein erhöhtes Risiko aufweisen, zusätzlich schwer an COVID-19 zu erkranken.

Die Gefahren der COVID-19 Pandemie wurden bis vor einem halben Jahr in Tansania nicht ernst genommen, laut Regierung war das Land frei von COVID-19 Erkrankungen. Erst durch die Präsidentschaft Samia Suluhu Hassans wurde Verantwortung für die Bevölkerung übernommen und Anti-Corona-Maßnahmen umgesetzt, ebenso Impfstoffe bestellt.

Mit der Projektförderung 2021 konnten wir als WÜPAKA das Auffrischungstraining der Ehrenamtlichen vor Ort mit 3.500 Euro unterstützen. Schon 2018 wurden mit Hilfe der Pasada Klinik in Dar es Salaam gemeindenahe Gesundheitsposten geschaffen, die von ausgebildeten Ehrenamtlichen geleitet, Sensibilisierungsmaßnahmen zum Thema Tuberkulose durchführen und mit Hilfe von Tests Tuberkulosefälle früh erkennen und eine passende Behandlung anstoßen können.

Im Juli 2021 gab es ein Auffrischungstraining mit Krankenpfleger:innen, Laborpersonal und Freiwilligen. Dort wurde nicht nur über Tuberkulose, sondern auch über COVID-19 gesprochen und weitere Sensibilisierungsmaßnahmen geplant.

Mit Erfolg: Im Zeitraum von Juni bis Dezember 2021 wurden rund 2.480 Tests durchgeführt – 202 Tests sind dabei positiv ausgefallen. Die positiv getesteten Personen wurde in das nationale Behandlungsprogramm für Tuberkulose aufgenommen und entsprechend behandelt.

Stichworte: Projektförderung